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Kapok: Die Naturfaser aus Asien

Warum wir unsere Bolster ausschließlich mit diesem Material befüllen lassen

Manchmal werden wir gefragt, warum wir keine Yoga-Bolster mit Dinkelspelz- oder Baumwoll-Füllung anbieten. Das können wir ganz schnell beantworten: Weil die Naturfaser uns in jeder Hinsicht überzeugt und wir mit keinem anders befüllten Yoga-Bolster üben möchten. Darüber hinaus gibt es noch viele Fakten, die für die Verwendung von Kapok sprechen. Welche? Das erfährst du in diesem Beitrag.


Woher Kapok kommt

Kapok stammt von den Fruchtkapseln des Kapokbaums (Ceiba pentandra), einem imposanten Baum, der ursprünglich aus dem tropischen Amerika kommt und heute vor allem in Asien angebaut wird. Der Baum kann bis zu 50 Meter hoch werden und bildet mit zunehmendem Alter eine weit ausladende, schirmförmige Krone. In seinen etwa 15 bis 20 cm langen, ledrigen Fruchtkapseln sitzen die Samen eingebettet in feine, seidig-weiche Fasern – genau diese Fasern sind das, was wir als Kapok kennen und in unseren Bolstern verwenden.

Geerntet wird von Hand: Die reifen Fruchtkapseln werden gepflückt, geöffnet und an der Sonne getrocknet, bevor die Fasern von den Samen getrennt werden. Eine chemische Behandlung oder Wäsche ist danach nicht nötig – die Faser kommt so, wie sie ist, direkt zur Weiterverarbeitung. Ein Baum kann im Jahr bis zu 20 Kilogramm produzieren.


Was Kapok als Material auszeichnet

Kapok zählt zu den leichtesten Pflanzenfasern überhaupt. Das liegt an den winzigen Hohlräumen in jeder einzelnen Faser, die viel Luft einschließen – das macht Kapok nicht nur besonders leicht, sondern auch atmungsaktiv. Zusätzlich besitzt die Faser eine natürliche Wachsschicht. Dadurch ist sie wasserabweisend und sie sorgt dafür, dass sie nicht klumpt oder filzt. Früher wurden deshalb auch Rettungswesten und Rettungsringe damit befüllt. 

Zwei Details, die wir richtig cool finden: Kapok wächst wild. Das bedeutet: keine Monokultur und kein Plantagenanbau und damit keine Pestizide oder Insektizide. Letztere sind auch deswegen nicht notwendig, da die Faser schon von Natur aus eine schädlingsabweisende Eigenschaft mitbringt und damit keinen Nährboden für Motten und andere Schädlinge bietet.

 

Kapok im Vergleich zu anderen Bolster-Füllungen

Neben Kapok sind vor allem zwei weitere Füllungen für Yoga-Bolster im Rennen: Dinkelspelzen und reine Baumwolle. Beide haben ihre Berechtigung, aber im direkten Vergleich merkt man schnell, warum wir uns für Kapok entschieden haben. Dinkelspelzen rascheln bei jeder Bewegung – gerade in einer ruhigen, regenerativen Praxis kann das schnell störend werden. Außerdem fühlt es sich für uns einfach nicht so gut an. Eine reine Baumwollfüllung wiederum neigt dazu, sich mit der Zeit zu stark zusammenzudrücken und an Form zu verlieren. Kapok ist hier deutlich formstabiler und behält seine stützende Wirkung auch nach längerem Gebrauch.

 

Wie die Füllung in unsere Bolster kommt

Die Kapok-Füllung wird maschinell und gleichmäßig eingebracht – das übernimmt ein auf Naturfasern spezialisierter Familienbetrieb in Baden-Württemberg. Übrigens gilt das für beide Bolster-Linien in unserem Sortiment: Sowohl unsere Eigenmarke als auch die JivanaProps®-Bolster werden mit derselben Methode und von demselben Betrieb befüllt – hier gibt es keinen Unterschied.

 

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Wenn du mehr über unsere mit Kapok gefüllten Bolster erfahren möchtest: Schau dir unser klassisches Yoga-Bolster mit Reißverschluss, das Bolster mit Kordelzug, das ovale Bolster mit Griff oder unsere Neuzugänge von JivanaProps an – alle sind mit derselben Kapok-Füllung ausgestattet, unterscheiden sich aber in Form und Verschluss.


Häufig gestellte Fragen zu Kapok

Kapok sind die feinen, seidig-weichen Fasern aus den Fruchtkapseln des Kapokbaums (Ceiba pentandra). Der Baum stammt ursprünglich aus dem tropischen Amerika, wird für die Fasergewinnung heute aber überwiegend in Asien angebaut.

Wir verzichten bewusst auf pauschale Begriffe wie "nachhaltig", da sie ohne konkrete Zertifizierung wenig aussagekräftig sind. Was sich aber sagen lässt: Kapok wächst nicht in eigens angelegten Plantagen und kommt bei der Ernte ohne Insektizide aus.

Nein. Kapok bringt eine natürliche Resistenz gegen Schädlinge wie Motten von sich aus mit, sodass kein zusätzlicher Schutz oder Besprühen nötig ist.

Kapok ist deutlich formstabiler als reine Baumwollfüllung und behält seine Stützkraft auch nach häufigem Gebrauch gut bei. Ein rundes Bolster braucht anfangs etwas Übung, bis sich die Auflagefläche einläuft – alternativ lässt es sich auch direkt flach stampfen.

Der abnehmbare Bezug ist bei 40 °C waschbar. Die Kapok-Füllung selbst bleibt im Inlett und kommt nicht mit Wasser in Berührung.

Kapok wurde bis in die 1950er Jahre in Europa als Füll- und Polstermaterial verwendet. Dann übernahmen Schaumstoffe diese Funktion und Kapok geriet in Vergessenheit. Heute wird Kapok vor allem für Matratzenfüllungen verwendet.

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